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Sprachzertifikate: Schlüssel zu Mobilität in Ausbildung und Beruf |
| Bremen, April 2010. Mobilität ist heute nicht nur der Begriff für den leichten Wechsel zwischen verschiedenen Orten. Mobilität steht auch für geistige und berufliche Beweglichkeit bei der Auswahl einer Ausbildung oder der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Das Beherrschen von Fremdsprachen ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Um eine eindeutige Bewertung von Sprachkompetenzen zu ermöglichen gibt es EU- und weltweit eindeutige Richtlinien, die sich in den unterschiedlichsten Zertifikaten ausdrücken. |
Der „Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen“ (GER) ermöglicht eine Beurteilung nach sechs Sprachenkompetenzstufen. Er bewertet in fünf Kategorien, diese sind: Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen sowie Schreiben. Die Stufen reichen von A1, einfache Sätze verstehen, langsamen Gesprächen mit Wiederholungen folgen, kurze Sätze formulieren und schreiben bis hin zu der höchsten Stufe C2, die eine umfassende Kompetenz in der Fremdsprache fordert, fast wie die eines Muttersprachlers. International anerkannte Sprachzertifikate sind nicht immer direkt miteinander vergleichbar, ein Vergleich ist jedoch nach dem GER möglich.
In Europa gelten von öffentlicher Seite vorgegebene Standards. Für Englisch ist es das Cambridge ESOL, University of Cambridge English for Speakers of Other Languages, für Französich DELF, Diplome d’Etudes en Langue Française und für Spanisch DELE, Diplomas de Español como Lengua Extranjera. Die Aufzählung ließe sich für Italienisch, Polnisch oder auch Japanisch und Chinesisch beliebig erweitern. Für Deutsch gilt das Zertifikat für den Beruf sowie die Prüfung Wirtschaftsdeutsch international vom Goethe-Institut. Der „Business Language Testing Service”, BULATS, ist ein Gemeinschaftsprojekt für die deutsche, englische, französische und spanische Sprache, der sowohl Lernenden als auch Unternehmen eine zuverlässige Bewertung von Sprachkenntnissen ermöglicht.
Internationale Sprachzertifikate können im Land der jeweiligen Sprache oder in Deutschland erworben werden. Hier vor Ort bieten sich Computer oder Internet basierte Lernprogramme und Prüfungen an. Die hier erreichte Punktzahl entspricht einer Kompetenzstufe nach GER und damit der Einstufung des Zertifikats. In Bremen bieten das Institut Français (DELF), das Instituto Cervantes (DELE) oder die VHS (TELC) und das Fremdsprachenzentrum Bremen Zertifikatskurse an.
Die Anstrengungen zur Vereinheitlichung des europäischen Hochschulwesens, als Bologna-Prozess bekannt, fordern für zahlreiche Studiengänge spezielle Sprachzertifikate, nicht nur für internationale Masterstudiengänge. Eine Umfrage an den vier großen Hochschulen im Land Bremen und in Oldenburg hat ergeben, dass zu den Zugangsvoraussetzungen für viele Studiengänge auch Sprachkenntnisse verbindlich gehören. Neben guten Abiturnoten in Englisch, weniger als neun Punkte reichen oft nicht aus, werden Englischkenntnisse von B1 bis C1 GER verlangt. Sie sind in der Regel durch ein Zertifikat, das wie das Abiturzeugnis nicht älter als zwei Jahre, sein darf, nachzuweisen. In Bremen bieten einige Schule Zertifikatskurse in freiwilligen AGs an. Für Studienbewerber die Deutsch nicht als Muttersprache vorweisen können, gilt der TestDAF, Test Deutsch als Fremdsprache, als Aufnahmebedingung an einer deutschen Hochschule. Die private Jacobs University Bremen verlangt von ihren Studenten aus aller Welt mindestens 87 iBT Punkte TOEFL, entsprechend GER B2. Für Studienanfänger ist es deshalb besonders wichtig, sich rechtszeitig nach den Sprachvoraussetzungen für ihr Traumstudium zu erkundigen, besonders wenn die Englischnoten schlecht waren, das Abitur wegen einer Lehre länger als zwei Jahre her ist oder die Hochschulzulassung auf einem anderen Weg erreicht wurde.
Die bekanntesten international anerkannten Zertifikate für die englische Sprache sind die Cambridge Certificates, IELTS, International English Language Testing System sowie TOEFL, Test of English as a Foreign Language und TOEIC, Test of English for International Communication, beide aus den USA. Daneben gibt es zahlreiche Business-Zertifikate und Prüfungen, die in Deutschland und im englischsprachigen Raum anerkannt werden und die Berufschancen erheblich verbessern.
Mehrwöchige Sprachkurse im Ausland sind die effektivste Form zur Erlangung von Zertifikaten. Die Regel sind 26 Unterrichtsstunden pro Woche notwendig. Neil van Siclen, Inhaber des Fremdsprachendienstleisters admundi Language Services, erklärt die vermeintliche langen Kurszeiten mit der hohen Qualität des Sprachunterrichts, der überhaupt erst die erfolgreiche Prüfung für ein Zertifikat auf B2 oder C1 Niveau nach GER ermöglicht. Eine Investition die sich lohnt. Immer häufiger werden in international agierenden Unternehmen Sprachzertifikate als Teil einer Stellenausschreibung von Bewerbern gefordert, ganz abgesehen von den Voraussetzungen zur Erlangung eines Studienplatzes in Deutschland und weltweit.
Weitere Informationen über den „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ GER sowie ausführliche Übersichten über die verschiedenen Sprachzertifikate und Prüfungen für Englisch, Französisch, Spanisch u. v. m. hat admundi auf seiner Homepage zusammen gestellt.
Hilfsreiche Links: www.cambridgeesol.org www.cervantes.de www.ets.org www.institut-francais.fr www.fremdsprachenzentrum-bremen.de www.testdaf.de
Veranstalter unabhängige Informationen liefert unter anderem die Webseite www.admundi.de.
Jutta Feldner und Neil van Siclen, admundi Language Services, Bremen
Weitere Informationen:
admundi Language Services Neil van Siclen Am Fallturm 7 28359 Bremen
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