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Wer in Japan (Nippon) eine High School besuchen möchte, muss bereit sein, viele Gewohnheiten und Verhaltensmuster für die Dauer des Schüleraustauschs abzulegen. Für unsere Austauschschüler, die ein Auslandsjahr oder -halbjahr in Japan verbringen möchte, haben wir daher einen kleinen Kulturführer mit ein paar Dos & Don'ts zusammengestellt.

Die Informationen und Tipps sind gewiss nicht vollständig und du wirst vielleicht auch Japan anders erleben, aber wie heißt es bekanntlich: zu jeder Regel gibt es eine Ausnahme.

Was du für deinen Aufenhalt an einer High School in Japan wissen solltest!

Berührungen: Die Japaner vermeiden jegliche Berührungen, das heißt Umarmungen, Hände Schütteln oder sich gegenseitig auf die Schulter klopfen solltest du vermeiden! Die Japaner halten lieber körperlichen Abstand: sie begrüßen sich z. B. mit einer Verneigung.

Essen: In Japan basieren die Mahlzeiten hauptsächlich auf Reis, Fisch und Meeresfrüchte. Anders als in Deutschland gibt es in Japan keine Unterschiede zwischen Frühstück, Mittagesse und Abendessen. Frühstück kann also aus einer Suppe oder dem aufgewärmten Essen vom Vorabend bestehen.

Essstäbchen: Die Japaner essen bekannterweise ohne Besteck, sondern mit Essstäbchen. Du musst lernen damit umzugehen. Wer als Ausländer das kann, bekommt viel Hochachtung. Aber Vorsicht:  Es wird nicht gerne gesehen, wenn du mit Essstäbchen spielst.

Verhalten: Das Verhalten und Benehmen sind sehr wichtig, denn die bestimmen, ob dein Gegenüber dich respektiert und umgekehrt! In Japan legt man sehr viel Wert auf Pünktlichkeit. Es wird überhaupt nicht gerne gesehen, wenn du deine Nase in der Öffentlichkeit zu schnäuzen, dann lieber hochziehen oder zur Toilette gehen und dort die Nase putzen.

Respekt: Die Schüler müssen sich gegenüber dem Lehrer sehr höflich und respektvoll verhalten. Wenn Schüler eine Frage des Lehrers antworten möchten, geben sie nur durchdachte und sehr gebildete Antworten, damit sie sich nicht blamieren. Über einen Scherz wird dann nur gelacht, wenn der Lehrer selber lacht.

Als Gast: Bevor du dich in eine Wohnung begibst, wird erwartet, dass du deine Schuhe ausziehst. Die Toilette wird nur dann betreten, wenn man die extra dafür gedachten Toilettenschuhe anzieht (die stehen oft gleich vor der Toilette).

Haus-/Wohnungsnummern: Haus- oder Wohnungsnummern sind chronologisch angeordnet, d. h. das zuerst gebaute Haus hat eine niedrigere Nummer als das zuletzt gebaute Haus. Deshalb kann es vorkommen, dass du dich sehr schnell verläufst oder ein Haus/Wohnung nicht ohne weiteres findest.

Einkaufen: Über Mittag ist das Einkaufen in Japan viel günstiger, vor allem das Essen.

Körperschmuck: Tätowierungen sind in Japan ein sehr heikles Thema. Wer tätowiert ist, kann möglicherweise erleben, dass er/sie in Badehaus nicht reinkommt.

Schulsystem: Die japanische Schule beginnt immer in der 2. Aprilwoche. Das Schulsystem in Japan ist anderes als in Deutschland, denn die Kinder besuchen ab den sechsten bis zum zwölfen Lebensjahr die Grundschule. Danach besuchen sie die dreijährige Mittelschule. Bis Ende der Mittelschule besteht für alle japanischen Jugendliche Schulpflicht. Danach können sie drei Jahre die Oberschule (die eigentliche "High School") besuchen und dann Ihre Eintrittsprüfung an einer Uni absolvieren (japanische Schüler schreiben keine Abschlussprüfungen, sondern immer eine Eintrittsprüfungen für die nächsthöhere Bildungseinrichtung).

Der Japanische Stundenplan ist sehr hart. Die Schüler werden in Geschichte, Japanisch, Naturwissenschaften, Kalligrafie, Mathematik, Englisch, Erdkunde, Französisch und Sport unterrichtet. Aber das noch nicht alles den im 3. High-Schooljahr kommen vier verschiedene Englischunterrichte, internationale Beziehungen und japanische Geschichte hinzu. Gar nicht denkbar für die Deutschen Schüler ist, dass die Schüler in Japan im Unterricht falls sie erschöpft sind vom lernen oder für das Thema keine Interesse haben, schlafen können. Die Lehrer wecken die Schüler nicht einmal auf.

An den staatlichen Schulen in Japan wird frontal unterrichtet (d. h. keine Gruppenarbeit). Die Klassen können sehr groß (40 bis 50 Schüler/innen) ausfallen. Das Englischunterrichtsniveau in Japan ist nicht vergleichbar mit dem eines deutschen Gymnasiums. Denn dort legt man mehr Wert auf Grammatik und Vokabeln wichtiger als auf Konversation und Kommunikation. Ähnlich verhält sich es auch mit Mathematikunterricht: der Stoff, der in Deutschland in der Oberschule unterrichtet wird, wird in Japan teilweise erst an der Universität unterrichtet.

Auch in Deutschland nicht denkbar: Schüler in Japan müssen jeden Nachmittag das Klassenzimmer aufräumen, fegen, die Mülleimer ausleeren, den Schulgarten rechen und die Toiletten putzen. Jede und jeder ist irgendwann mal dran.

Schuluniform: In der Schule tragen alle japanischen Schüler eine Uniform. Es gibt Sommer- und Winteruniformen: von Anfang Juni bis Ende Oktober wird die Sommeruniform getragen und von November bis Ende Mai trägt man die Winteruniform, dabei haben Mädchen ganzjährig Röcke zu tragen. Sogar im Sportunterricht sind alle gleich gekleidet bis auf die Schuhe. Für jede Schulform gibt es eine eigene Uniform; hinzukommt, dass jede Schule ihre eigene Schuluniform besitzt.

Die Schuluniform kostet umgerechnet € 450 (JPY 50.000). Japanische Schüler kaufen ihre Schuluniforme deshalb auch immer ein paar Nummern größer damit sie nicht nächstes Jahr eine neue kaufen müssen. Die Schuluniform muss selbst bezahlt werden und, falls es kaputt gehen sollte, muss sie schnellstens ersetzt werden.

Ordentlich Aussehen ist an japanischen Schulen wichtig: wer mit ungebügeltem Hemd zu Schule kommt wird gerügt. Schülerinnen dürfen schlichtes Make-Up tragen, aber es sollte sehr dezent sein. Schmuck ist auch erlaubt, aber nicht zu viel davon. Es wird in der Regel auch nicht gestatten, dass man mit gefärbten Haaren die Schule besucht. Außerdem müssen Schülerinnen einen Zopf ab eine bestimmt Haarlänge tragen.

Leistungsdruck: Japanische Schüler arbeiten hart und wollen gute Schulleistungen erbringen, da sie sonst ihre Familien blamieren. Der Druck ist auch hoch, da die Schüler sich später um Studienplätze wettstreiten müssen. Man glaubt an eine gute Schulbildung und wer sogar die Aufnahmeprüfung zu einer der wenigen Eliteuniversitäten des Landes besteht, hat Chancen auf eine Karriere in der öffentlichen Verwaltung oder einem Großkonzernen.

Geschenke: In Japan wird sehr viel geschenkt, denn das Schenken ist ein wichtiger Brauch im Alltag. Wenn man in Japan ein Geschenk bekommt, sollte man es nicht sofort auspacken, schütteln oder abtasten. Das zu tun zeugt von Habgier. Wenn du als Gast eingeladen bist, erhältst du am Ende zum Abschied ein sog. Abschiedsgeschenk.

Beim Schenken gibt viel zu bedenken: die Stückzahl ist wichtig, denn gerade Zahlen verheißen Unglück und ungerade Zahlen Glück. Anderes ist es bei der Zahl 9 (ku) den das bedeutet wiederum leiden. Genauso die 4(shi) das bedeutet Tod. Andere Gegenstände, die man auch vermeiden sollte, sind Scheren, Messer, Brieföffner und weitere Schneidewerkzeuge, denn diese Gegenstände sind ein Signal für eine Trennung.

Streiten: Versuche immer zu lächeln und streite nie. Lass dir deine Ärger, Wut, Stress oder Spannung nicht ansehen, denn Japaner lehnen offen ausgetragene Konflikte strikt ab.

Ja/Nein sagen: Es fällt vielen in Japan schwer, „Nein“ zu sagen. Sie umgehen das Wort mit Redewendungen wie: „das könnte eine Weile dauern“ oder „das wird schwierig sein“ usw. Es gilt dann auf die Gestik und Mimik des Gesprächspartners zu achten.

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